ich habe festgestellt, das dinge für mich erst wirklich real werden, wenn man darüber spricht.
ich neige ja so und so sehr zu verdrängung und ignorieren.
erst wenn etwas angesprochen, ausgesprochen, diskutiert, thematisiert wird, ist es für mich wirklich da. andernfalls kann ich es weit wegschieben, vergessen und so im besten fall überwinden.
vielleicht liegt darin auch meine abneigung gegen streit begründet. (ja niemand mag streit, aber ein großer teil findet doch, dass sie befreiend wirken können oder zumindest es wichtig ist zwischenmenschliche probleme anzusprechen) oder aber es sind nur zwei unterschiedliche symptome für die selbe sache.
genauso sind auch ausgesprochene oder niedergeschriebene äußerungen der abneigung natürlich sehr viel stärker als reine gedanken. man muss mal darüber nachdenken, was man alles denkt und ob man dazu auch stehen könnte, wenn man es ausspruch verwendet. aber ich denke das ist etwas altbekanntes.
eben jene befürworter des streits, in der form wie ich es in der klammer beschrieben hab, sind ja auch vertreter der meinung, das es nicht gut ist probleme eben nicht anzusprechen, dass sie sich dann aufstauen, dass sie somit die sachen noch schwieriger machen und schließlich in der katastrophe enden, in der nichts mehr sachlich ist und nichte mehr gerettet werden kann.
ich kann diesen standpunkt durchaus nachvollziehen, aber ich bin mir nicht so sicher ob das bei allen leuten der fall ist. eben aufgrund meiner beobachtung, dass dinge bei mir erst wirklich real werden wenn sie ausgesprochen werden. ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber doch schon recht gefestigt, in der annahme, das die dinge wenn sie nicht ausgesprochen werden (zumindest bei mir) sehr schnell an wichtigkeit verlieren und somit dem streit von vorn herein seine grundlage nehmen. über unwichtige dinge streiten, ist wohl eher ein zeichen von gereiztheit.
mir ist klar das sich das nicht auf alle konflike übertragen lässt. und streit ist vielleicht auch ein schlechtes beispiel, weil sehr angreifbar, aber ein anderes ist mir jetzt nicht in den sinn gekommen.
bei diesen dingen, die eben nur als halb-bewusst im kopf existieren, wenn sich nicht ausgesprochen sind, gibt es etliche andere dinge. etwas positives wird erst wirklich realisiert wenn ich darüber gesprochen habe, und so weiter
und ich glaube ich werde diesen blog schließen, er ist doch etwas sehr pseudo.
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2 Kommentare:
Du hast mich (zu?) sehr zum Nachdenken gebracht mit diesen Worten.
da ich mir selbst noch nicht sicher bin, ob nachdenken nun gut oder schlecht ist (oder besser wann es das eine und wann das andere ist)kann ich nur hoffen, das es eine positive wirkung ist bzw. eine die dich weiter bringt.
ist es bei dir ähnlich oder war das nachdenken eher auf andere menschen bezogen beziehungsweise auf ein weiterführung?
auf jedenfall bin ich dankbar für den kommentar :)
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