Sonntag, 30. November 2008

ich habe festgestellt, das dinge für mich erst wirklich real werden, wenn man darüber spricht.
ich neige ja so und so sehr zu verdrängung und ignorieren.
erst wenn etwas angesprochen, ausgesprochen, diskutiert, thematisiert wird, ist es für mich wirklich da. andernfalls kann ich es weit wegschieben, vergessen und so im besten fall überwinden.
vielleicht liegt darin auch meine abneigung gegen streit begründet. (ja niemand mag streit, aber ein großer teil findet doch, dass sie befreiend wirken können oder zumindest es wichtig ist zwischenmenschliche probleme anzusprechen) oder aber es sind nur zwei unterschiedliche symptome für die selbe sache.
genauso sind auch ausgesprochene oder niedergeschriebene äußerungen der abneigung natürlich sehr viel stärker als reine gedanken. man muss mal darüber nachdenken, was man alles denkt und ob man dazu auch stehen könnte, wenn man es ausspruch verwendet. aber ich denke das ist etwas altbekanntes.
eben jene befürworter des streits, in der form wie ich es in der klammer beschrieben hab, sind ja auch vertreter der meinung, das es nicht gut ist probleme eben nicht anzusprechen, dass sie sich dann aufstauen, dass sie somit die sachen noch schwieriger machen und schließlich in der katastrophe enden, in der nichts mehr sachlich ist und nichte mehr gerettet werden kann.
ich kann diesen standpunkt durchaus nachvollziehen, aber ich bin mir nicht so sicher ob das bei allen leuten der fall ist. eben aufgrund meiner beobachtung, dass dinge bei mir erst wirklich real werden wenn sie ausgesprochen werden. ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber doch schon recht gefestigt, in der annahme, das die dinge wenn sie nicht ausgesprochen werden (zumindest bei mir) sehr schnell an wichtigkeit verlieren und somit dem streit von vorn herein seine grundlage nehmen. über unwichtige dinge streiten, ist wohl eher ein zeichen von gereiztheit.
mir ist klar das sich das nicht auf alle konflike übertragen lässt. und streit ist vielleicht auch ein schlechtes beispiel, weil sehr angreifbar, aber ein anderes ist mir jetzt nicht in den sinn gekommen.
bei diesen dingen, die eben nur als halb-bewusst im kopf existieren, wenn sich nicht ausgesprochen sind, gibt es etliche andere dinge. etwas positives wird erst wirklich realisiert wenn ich darüber gesprochen habe, und so weiter

und ich glaube ich werde diesen blog schließen, er ist doch etwas sehr pseudo.

Samstag, 29. November 2008

neudefinition? man kann es sich zumindest einreden

ich starte mal wieder einen versuch diesen blog neu zudefinieren, wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob ich ihn schon mal neudefiniert habe oder ob er nicht an sich die neudefinition meiner 'blogtätigkeit' selbst ist. (die kleinen zeichen, weil man sicherlich mein nutzen des blogs nicht wirklich als DIE art einen blog zu nutzen verstehen kann, aber das ist auch eigentlich grad völlig irrelavant)
also
ich schreibe jetzt hier mit völliger (hyperbel schon klar ;)) ausklammerung eventueller leserschaft auf was mich grad so beschäftigt (auch hier gibt es natürlich ausklammerungen)

der grund, der nutzen ist natürlich immer noch nicht klar und ein steter zwist innerhalb meiner kopfdiskurssionen. eigentlich bin ich dagegen, aber ich mag es irgendwie, was mich mal wieder überführt.

[ich würd gern so etwas wie fussnoten in blogs einführen, zumindest in diesem, dieses problem hab ich auch schon in einer anderen nachricht, die über eine gewisse kommunikationsplattform verschickt wurde erläutert, ich gespannt ob der adressat sich meiner forderung anschließt. ich könnte aber trotzdem versuchen so ein halbes ding einzuführen, alles was in eckigen klammern steht ist eigentlich nur zusätzliche beziehungsweise weiterführende information, die man zur entschließung des eintrags nicht wirklich benötigt, ergo kann sie ruhig übersprungen werden ohne ein schlechtes gewissen bereiten zu müssen, bei langerweile aber auch gerne angenommen werden.]

eigentlich hört an dieser stelle bereits die motivation für diese neudefinition bzw. deren durchführung bereits auf.

aber ich möchte noch zwei zitate hier reinsetzen:

"Es ist eine Welt gegen die Welt zu halten" (Uwe Johnson)

"Wie steht es um diejenigen unter uns, die lieber Edelbitter-Schokolade als Vollmilchschokolade essen?" (Slavoj Zizek)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

kunst für 10 euro

hier kann man poster mit motiven derzeitiger künstler für nur 10 euro kaufen.

hinaus ins leben

ein schöner artikel auf zeit.de über eine weitere wirklich schöne (wo sind die worte hin die weder platt noch pathetisch wirken) Erzählung von Salinger

Mittwoch, 27. August 2008

google in grün

http://de.forestle.org/

meine neue startseite.

Samstag, 16. August 2008

Donnerstag, 17. Juli 2008

resümee

ohrenästhet
.
ein jahr kulturwissenschaft und das ist es was sich eingeprägt hat
und vielleicht noch das vorhaben den mann ohne eigenschaften zu lesen.
aber erst die russen
die gender-leute mag ich nicht - ich entwickel vorurteile, das ist schlecht.
dafür kenn ich jetzt den unterschied zwischen der diachronen und der synchronen vorgehensweise
aber warum genau die jetzt alle foucault lieben, weiß ich immer noch nicht - hab mich aber auch noch vor der auseinandersetzung gedrückt
und kuwi dozenten sind irgendwie ein bisschen anti und meist grauhaarig (4 von 6 bisher, aber dass liegt vermutlich am professoren-da sein überhaupt)
der prozentsatz der poser ist nicht niedriger, nur können sie mich nun tatsächlich beeindrucken mit dem gesagten, was sie nicht weniger unsympathisch macht
ich selbst bin vielleicht etwas weniger poser geworden (in den bildungsstätten, sozusagen), was wohl daran liegt, dass ich mich auf einmal unterlegen fühle
und schwedisch kann ich immer noch nicht sprechen, jedenfalls nicht so, dass ich mich trauen würde es vorzuführen. nur in meinen gedanken und um songtexte zu übersetzen.
so weiß ich zumindest jetzt was david da singt, auf dem ersten und vielleicht auch einzigen wirklich lohnenswerten album von ihm.

der rest und wohl auch das bisherige ist uninteressant.
noch ein bild:



hab ich irgendwo auf ffffound gefunden. tut mir leid ich vergess immer die links...

und samstag mittag geht es in die mecklenburgische einöde
theater und so. mal sehen.

Mittwoch, 25. Juni 2008

ich verabscheue flaggen und böller und hupen.
und das alles auch unabhängig von fußball.
ich sage nicht hassen, denn das wort verabscheue ich auch.

where has you love gone? it's not in your music.

und wann läuft das hier mal richtig?

neues buch: etwas bemüht, aber voller gedankenanstöße.

ansonsten:
amelie von wulffen:



dash snow:



oceans never listen to us anyway

Samstag, 21. Juni 2008

"Nur in einer nicht kommenden zukunft. als nicht kommend angenommen, da sie schon seit so langer zeit konstruiert wurde, das die zukunft von der gegenwart in eine nicht eingetretene vergangenheit gewandelt wurde."

Samstag, 7. Juni 2008

#

jetzt habe ich angefangen, aufzuschreiben woran ich mich erinnere (auszüge):

"Der Hof hatte auch eine Insel. Die war sehr klein und von dem Fluss der in dem Wäldchen zu entspringen schien und sich durch die Wiese schlängelte, umgeben. Direkt hinter der Insel war ein Turm, der zeigte zum Rondell, zur Straße, vom Hof weg [...]Die Insel fand ich immer faszinierend, ich glaube in dem Wasser, das sie umgab, schwammen Enten, denn immer wenn ich an Enten denke, sehe ich sie in diesem Wasser vor der Insel schwimmen.[...]
Auch erinnere ich mich an einen alten und sehr großen Baum, vielleicht eine Eiche, die ganz am Anfang der Allee, die um die Wiese verlief stand. Dort schlug einmal bei einem sehr heftigen Gewitten ein Blitz ein, so dass es brannte. Aber immer wenn ich von dem Gewitter spreche, sagen alle die Scheune hat gebrannt, daran kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht hat beides gebrannt, vielleicht konnte ich mich nur an den Baum erinnern, weil er unmittelbar von dem Fenster aus zu sehen war oder ich eine engere Bindung zu ihm hatte. Die Scheune die gebrannt hat, stand nicht mal mehr auf dem Hof, sondern davor, neben dem Rondell. Das war nicht mehr meine Welt, die endete mit dem Ende des Hofes.
[...]
Und sie hat mir einmal erzählt, sie wäre nachts aufgewacht weil sie vergessen hatte zu atmen und deshalb fast erstickt wäre. Von da an hatte ich immer Angst beim Einschlafen, ich könnte vergessen zu atmen."

Mittwoch, 28. Mai 2008

#

und nun zitiert er brecht
und ich muss dem deutschunterricht danken, dass ich es erkannt habe.
damals mochte ich es nicht und es hat mich zum entschluss kommen lassen, dass ich brecht jetzt nicht lesen werde. vielleicht später.

Die Nachtlager

Ich höre, daß in New York
An der Ecke der 26. Straße und des Broadway
Während der Wintermonate jeden Abend ein Mann steht
Und den Obdachlosen, die sich ansammeln
Durch Bitten an Vorübergehende ein Nachtlager verschafft.

Die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird nicht verkürzt
Aber einige Männer haben ein Nachtlager
Der Wind wird von ihnen eine Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße.

Leg das Buch nicht nieder, der du das liesest, Mensch.

Einige Männer haben ein Nachtlager
Der Wind wird von ihnen eine Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße.
Aber die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich dadurch nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird dadurch nicht verkürzt.


und ich frage mich, ob ich es verstanden habe.

Sonntag, 25. Mai 2008

#

und auch der neue, johnson, erzählt vom alten, salinger.

"Entweder liegt es am Näherrücken des Weihnachtsfestes, oder die alte Dame New York Times wird nun allen Ernstes klapprig. Jetzt behauptet sie doch ohne Scham, es gebe einen westdeutschen Schriftsteller namens Günther Glass. Schon das th ist falsch, und das andere kann doch nicht sein. Ob die New York Times nicht weiß, daß mit der Familie Glass ein anderer Schriftsteller sein Leben zubringt, Jerome D. Salinger in Westport, Connecticut."

aber die jahrestage werden etwas. kein zitatbuch wie stiller, ein stimmungsbuch. ein verlierbuch, ein fluchtbuch, ein buch das einem menschen schenkt. (wer es nicht gelesen hat, würde sagen sie waren nur gedanken, aber der hat es eben auch nicht gelesen.)

Sonntag, 20. April 2008

Dienstag, 8. April 2008

sunset rubdown



oh wie wundervoll... ich bin erfüllt von bezaubernden melodien...
sunset rubdowns album random spirit lover...

"I follow the trail you left in the snow.
Picked up your footsteps and made them my own.
One thousand and one.
One thousand and two.
Oh, the gravity of you…
You gave me an item,
when you gave me these idle hands
And you twist up the wind,
‘til the snow turns to sand and I can’t find the trail back home."

Freitag, 4. April 2008

#

zwei wochen verplempert.
waaaaaah!
aber irgendwann muss der neuanfang ja klappen.
oder ist das nur eine sinnentleerte phrase?

"I'd be riding horses if they let me.
Sleep outside at night and not take fright
I would ride the range and never worry
I would disappear into the night."

Donnerstag, 3. April 2008

#

















eine postkarte die ich mir heute gekauft habe.

keiner hat das recht zu gehorchen, denn gehorchen bedeutet zu handeln ohne nachzudenken, zu handeln ohne sich zu überlegen, ob es gut oder schlecht ist, was man tut, ohne reflexion, nicht zu bedenken, welche auswirkungen die handlungen haben und ohne sich zu überlegen, welche intentionen dahinter stecken.

Montag, 24. März 2008

Protect Me From What I Want

.
ich war vor kurzem im hamburger bahnhof und hab anschließend im museumsshop eine postkarte mit eben diesem spruch von jenny holzer gekauft. klebt jetzt an unserem kühlschrank.
irgendwie mag ich diese textkunst.
zwei links zu jenny holzer: bei twitter und ihre truisms.
einige meiner favoriten:

AT TIMES INACTIVITY IS PREFERABLE TO MINDLESS FUNCTIONING

CONFUSING YOURSELF IS A WAY TO STAY HONEST

DREAMING WHILE AWAKE IS A FRIGHTENING CONTRADICTION

FAKE OR REAL INDIFFERENCE IS A POWERFUL PERSONAL WEAPON

WISHING THINGS AWAY IS NOT EFFECTIVE

YOU ARE A VICTIM OF THE RULES YOU LIVE BY

OFFER VERY LITTLE INFORMATION ABOUT YOURSELF

IDEALS ARE REPLACED BY CONVENTIONAL GOALS AT A CERTAIN AGE

PLANNING FOR THE FUTURE IS ESCAPISM

WHEN SOMETHING TERRIBLE HAPPENS PEOPLE WAKE UP

BEING SURE OF YOURSELF MEANS YOU'RE A FOOL

SPENDING TOO MUCH TIME ON SELF-IMPROVEMENT IS ANTISOCIAL

IGNORING ENEMIES IS THE BEST WAY TO FIGHT

A STRONG SENSE OF DUTY IMPRISONS YOU

BEING ALONE WITH YOURSELF IS INCREASINGLY UNPOPULAR

A SINGLE EVENT CAN HAVE INFINITELY MANY INTERPRETATIONS


und wer bei der überschrift an placebo gedacht hat... die wurden davon inspiriert.

Mittwoch, 19. März 2008

#












ich weiß nicht mehr genau wo ich das bild gefunden hab... ich glaub auf ner seite über refused...

Freitag, 29. Februar 2008

have you ever been all messed up?

.


the notwist - one with the freaks

Donnerstag, 28. Februar 2008

No Name #1

.
mein neues offizielles lieblingslied von elliott smith



At a party he was waiting
Looking kind of spooky and withdrawn
Like he could be underwater
The mighty mother with her hundred arms
Swept all aside
I hate to walk behind other people's ambition
I saw you waiting
Saint-like
With your warning
Leave alone
You don't belong here
He got nervous
Started whistling
Every thought a ricochet
Did you notice?
Well, I wondered
What's the worst thing I could say?
And I froze up and sighed
You remind me of someone's daughter
I forgot her
I forgot her name, ashamed
Go home and live with your pain
Leave alone
Leave alone because you know you don't belong
You don't belong here
And when I go
Don't you follow
Leave alone
Leave alone because you know you don't belong
You don't belong here
Slip out quiet
Nobody's looking
Leave alone
You don't belong here

if you have a racist friend, now is the time for your friendship to end

.
"Das Mitbringen von Glasbehältern, Dosen, PET-Flaschen, sperrigen Gegenständen (Picknickkörbe, größere Taschen, etc.), Tieren, Nazis, Tonbandgeräten, Film- und Videokameras, pyrotechnischen Gegenständen ist untersagt."

XD
das ist toll
http://www.spreeblick.com/2008/02/28/bitte-keine-nazis-mitbringen/

Montag, 11. Februar 2008

Seite Vierhundertvierundzwanzig bis Vierhundertfünfundzwanzig

"Es gibt zwei Auswege, die zu nichts führen; wir töten unsere primitiven und also unwürdigen Gefühle ab, soweit als möglich, auf die Gefahr hin, daß dadurch das Gefühlsleben überhaupt abgetötet wird, oder wir geben unseren unwürdigen Gefühlen einfach einen anderen Namen. Wir lügen sie um. Wir etikettieren sie nach dem Wunsch unseres Bewußtseins, Je weniger unser Bewußtsein, je belesener, ums so zahlreicher und um so nobler unsere Hintertüren, um so geistvoller die Selbstbelügung; man kann sich ein Leben lang damit unterhalten, und zwar vortrefflich, nur kommt man damit nicht zum Leben, sondern unweigerlich in die Selbstentfremdung. Beispielsweise können wir uns den Mangel an Mut, einmal in die Knie zu gehen, unschwer als Haltung auslegen, die Angst vor Selbstverwirklichung unschwer als Selbstlosigkeit und so fort. Die meisten von uns wissen nur allzu gut, was sie in dieser oder jener Situation empfinden sollten, beziehungsweise nicht empfinden dürften, und haben selbst bei gutem Willen bereits die allergrößte Mühe herauszufinden, welcher Art ihre tatsächlich vorhandenen Gefühle sind. Das ist ein übler Zustand. Sarkasmus allem Gefühl gegenüber ist das klassische Symptom dafür... Zur Selbstüberforderung gehört unweigerlich eine falsche Art von schlechtem Gewissen. Einer nimmt es sich übel, kein Genie zu sein, ein anderer nimmt es sich übel, trotz guter Erziehung kein Heiliger zu sein, und Stiller nahm es sich übel, kein Spanienkämpfer zu sein... Es ist merkwürdig, was sich uns, sobald wir in der Selbstüberforderung und damit in der Selbstentfremdung sind, nicht alles als Gewissen anbietet. Die innere Stimme, die berühmte, ist oft genug nur die kokette Stimme eines Pseudo-Ich, das nicht duldet, daß ich es endlich aufgebe, daß ich mich selbst erkenne, und es mit allen Listen der Eitelkeit, nötigenfalls sogar mit Falschmeldungen aus dem Himmel versucht, mich an meine tödliche Selbstüberforderung zu fesseln. Wir sehen wohl unsere Niederlagen, aber begreifen sie nicht als Signale, als Konsequenzen eines verkehrten Strebens, eines Strebens weg von unserem Selbst. Merkwürdigerweise ist ja die Richtung unserer Eitelkeit nicht, wie es zu sein scheint, eine Richtung auf unser Selbst, sondern weg von unserem Selbst."

(Max Frisch - Stiller)
__________________

seltsamerweise stoße ich immer auf diese textstellen, die ich hier reinstelle, an genau der gleichen stelle. wenn ich von der ubahn komme und auf die sbahn warte, auf einer eingebeulten bank mit blick auf eine autowerkstatt. und immer frieren meine finger.

Dienstag, 5. Februar 2008

i love you but i've chosen darkness

ich muss mal ne liste suchen mit tollen bandnamen...

meine (mir bekannten) lieblings namen:

*someone still loves you boris yeltsin (usa)
*i love you but i've chosen darkness (usa)
*you say party! we say die! (kanada)
*architecture in helsinki (australien)
*i'm from barcelona (schweden)
*lcd soundsystem (usa)
*suburban kids with biblical names (schweden)
*yeah yeah yeahs (usa)

#

in einem moment liebe ich meinen studiengang und im nächsten kann ich ihn nicht ausstehen.
ein (ideal) normales verhältnis?

Seite zweihundertachtundfünfzig bis zweihunderteinundsechzig

"Wahrscheinlich kann es überhaupt keine Freiheit geben, wie man sie hierzulande zu haben behauptet; es gibt nur Unterschiede in der Unfreiheit, und ich gebe gerne zu, daß sie eine vergleichsweise milde Form von Unfreiheit haben. Sie werden mich nicht erschießen. Dafür bin ich ihnen denn auch sehr dankbar, doch nicht verpflichtet, die landesüblichen Verlogenheiten zu lieben. Er nennt es anders, ich weiß, die Verlogenheit in ihrer gefährlichsten Form, nämlich wenn sie mit der Fahne antritt, mit dem Anspruch, heilig und unantastbar zu sein; er nennt das Vaterlandsliebe. Es ist blöd von mir, daß ich mich immer wieder bis zur Ernsthaftigkeit aufrege.
[...]
Überhaupt fürchten sie sich vor jeder offenen Frage; sie denken immer gerade so weit, wie sie die Antwort schon in der Tasche haben, eine praktische Antwort, eine Antwort, die ihnen nützlich ist. Und insofern denken sie überhaupt nicht; sie rechtfertigen nur. Sie wagen unter keinen Umständen, sich selbst in Zweifel zu ziehen. Ist das nicht gerade das Zeichen geistiger Unfreiheit?
[...]
Wozu soll ich es sagen vor versammelter Presse? Wozu böses Blut machen? Wozu die Leute beleidigen? Am Ende ist es doch nur meine Sache, ob ich jemals frei werde, frei auch von ihnen; eine sehr einsame Sache."
(Max Frisch - Stiller)
__________

dieses buch entwickelt sich langsam zu einer wahren schatztruhe...

Montag, 4. Februar 2008

So let's ride bikes into the sea and catch a bus outside the reef. Drive so deep that we can't see a thing so we ask to get off

ich habe heute erschreckender weise festgestellt, dass nächste woche bereits die letzte woche der vorlesungszeit ist.
ich fühle mich meiner zeit beraubt.

nachdem ich eine zeit brauchte um in 'stiller' hineinzufinden, fange ich langsam an teilzunehmen an dieser geschichte. ein auf den ersten blick sehr verlockender gedanke, das ablegen der eigenen identität. und danach?
aber ich hab noch nicht mal die hälfte.

lonely planet reiseführer.
auf meiner wunschliste habe ich einen für costa rica, neuseeland und indien
mal sehn.

Sonntag, 3. Februar 2008

Control




















Wer geht mit mir ins Kino?
Und nein, dass ist nicht Pete Doherty.
http://www.control-film.de/

*

"Ein Mensch hat so viele soziale Ichs, wie es Personen gibt, die von ihm Notiz nehmen"
(William James)

Julie Hill

Zeichnungen von Julie Hill: http://www.80percent.com/daily2.php?id=0

Lieder Zum Sonntag

Iron & Wine - Boy With A Coin


Spoon - Don't You Evah


Iron & Wine - Cinders And Smoke


Leider gab zu den letzten beiden Lieder kein richtiges Video...

...

Seite Dreiundachtzig

Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben; - diese Unmöglichkeit ist es, was uns verurteilt, zu bleiben, wie unsere Gefährten uns sehen und spiegeln, sie, die vorgeben, mich zu kennen, sie , die sich als meine Freunde bezeichnen und nimmer gestatten, daß ich mich wandle, und jedes Wunder (was ich nicht erzählen kann, das Unaussprechliche, was ich nicht beweisen kann) zuschanden machen – nur um sagen zu können:

„Ich kenne dich.“

(Max Frisch – Stiller)